Deutscher Vizemeistertitel für Faustballmädchen

05.09.2019

„Klein trifft Groß“ so lautete das Motto des Events, bei dem am vergangenen Wochenende im Schleswig-Holsteinischen Kellinghusen die Deutschen Meisterschaften der Frauen, Männer sowie der männlichen und weiblichen Altersklasse U12 ausgetragen wurden. Mit dabei auch der Nachwuchs vom SV Kubschütz, der in beiden Nachwuchsklassen antrat. Neben den Wettkämpfen war es für die jungen Sportler natürlich ein Highlight Seite-an-Seite mit den großen Stars des Faustballsports zu spielen, ihnen zwischen den Spielen zu begegnen und natürlich auch das ein oder andere Autogramm von den anwesenden Welt- und Europameister/-innen zu erhalten.

Beide Kubschützer Teams traten als Titelverteidiger an. Jedoch sind sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen die Hälfte der Spieler, die im vergangenen Jahr den Titel erringen konnten der Altersklasse entwachsen und wurden in diesem Jahr durch jüngere ersetzt. Eine Verteidigung der Titel konnte dementsprechend nicht erwartet werden. Eine Platzierung unter den Top-Ten wurde dennoch mit beiden Teams angestrebt.

Am Samstag standen bei praller Sonne und 30 Grad im Schatten die Vorrundenspiele an. Die Jungs mussten dabei fünf kräftezehrende Spiele absolvieren, von denen sie drei gewinnen konnten. In den Spielen gegen den MTV Oldendorf und den Hammer SC teilten sich die Kubschützer die Punkte mit ihren Gegnern. Platz zwei in ihrer Vorrundengruppe bedeutete den Einzug ins Achtelfinale.
Die Mädchen mussten ebenfalls in fünf Spielen ran. Im Gegensatz zu ihren männlichen Teamkameraden konnten sie vier Spiele gewinnen und mussten sie sich nur im Spiel gegen den niedersächsischen TV Brettorf mit einem Unentschieden begnügen.

Am Sonntag mussten nun zunächst die Jungs ran. Gegen den TV Herrnwahlthann hatte das Team um Spielführer Felix Lieberwirth zu keinem Zeitpunkt ein Problem mit dem Gegner. Nach einem überlegenen 11:7 und 11:4 waren der Viertelfinaleinzug und damit die angestrebte Platzierung unter den ersten Zehn perfekt. Nach den Niederbayern warteten im nächsten Spiel die Oberbayern vom MTV Rosenheim. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich beide Teams nichts schenkten. Das Zuspiel-Angriffs-Duo Jonathan Bretschneider und Felix Lieberwirth konnte immer wieder punkten. Auch die Abwehr mit Johann Krische, Jeremy Schuck und dem erst achtjährigen Christian Rieschner stand stabil und machte es Rosenheim schwer ihre Angriffe zu verwerten. Mit 11:8 und 9:11 teilten sich die Teams die ersten beiden Sätze. Im Entscheidungssatz zeigte sich dann die taktische Überlegenheit des späteren Bronzemedaillengewinners. Hoch gespielte „Rollerbälle“ stellten die kleinen Verteidiger gleich zu Satzbeginn vor große Probleme. Schnell stand ein großer Rückstand zu Buche, den das junge Kubschützer Team nicht mehr aufholen konnte. Nach dem 1:2 standen die weiteren Platzierungsspiele an, wo es zunächst gegen den MTV Oldendorf ging. Nachdem man sich in der Vorrunde von den Kontrahenten aus der Lüneburger Heide noch unentschieden trennte, gab es nun ein eindeutiges 2:0. Das letzten Spiel der Meisterschaft bestritt die männliche U12 gegen den Leichlinger TV. Gegen den körperlich überlegenen Gegner konnte Kubschütz gut gegenhalten. Am Ende war es wohl das Glück, das nach neun anstrengenden Spielen mit 20 Sätzen entscheidend und auf Seite der Rheinländer war. Ein knappes 1:2 bedeutete den 6. Platz in einem Feld von 24 Teilnehmern. Mit dem Ergebnis können Spieler und Trainer durchaus zufrieden sein. Es wird spannend zu sehen, wie das Team im nächsten Jahr abschneiden wird, da es abgesehen von Dominik Fischer, der zwei Tage vor der Meisterschaft seinen zwölften Geburtstag feierte, als komplette Mannschaft noch einmal an der U12-Meisterschaft teilnehmen kann.

Für die Mädchen ging es am Sonntag in einer Zwischenrunde weiter. Erster Gegner war der bayrische Meister TS Thiersheim. In einem spannenden Spiel schenkten sich beide Teams nichts. Spielerisch waren die Oberfranken den Kubschützer Mädchen überlegen. Ein ums andere Mal war es Angreiferin Celina Mattiza, die ihre Mannschaft mit ihrem variantenreichen Spiel im Rennen hielt. Letztlich war es der Wille zum Sieg, der das Team von Trainerin Andrea Leidig zum knappen 2:1 Sieg verhalf. Ein weiterer Sieg würde den sicheren Finaleinzug und damit eine Medaille bedeuten. Von diesem Ziel motiviert hieß es dann gegen den MTV Wangersen von Anfang an „Vollgas“. Die Niedersächsinnen kamen zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. 11:4 und 11:6 lautete das deutliche Ergebnis, was für Kubschütz wie im Vorjahr den Finaleinzug bedeutete.

Finalgegner war der aus der Vorrunde bekannte TV Brettorf. Nach dem Unentschieden am Vortag schien ein Sieg nicht unmöglich. Bereits im ersten Satz zeigte sich jedoch, dass die Brettorfer Mädchen technisch und spielerisch deutliche Vorteile gegenüber den Sächsinnen hatten. Trotz großem Bemühen ging der Satz mit 8:11 an den Gegner aus dem Oldenburger Land. Die Niederlage vor Augen machten sich die Strapazen der langen Meisterschaft bei der Truppe von Kapitänin Katharina Kretschmar bemerkbar. Kraft, Konzentration und nicht zuletzt der Kampfgeist ließen nach. Auf Seite des niedersächsischen Meisters gelang dagegen fast jeder Spielzug, sodass Satz zwei und damit der Deutsche Meistertitel an den TV Brettorf ging.

Die Köpfe hingen nur kurz bei den Kubschützer Mädchen. Obwohl sie die Titelverteidigung knapp verpasst hatten, wurden doch sämtliche Erwartungen übertroffen. So überwog schließlich die Freude darüber, die zweitbeste Mannschaft in Deutschland zu sein.

Deutscher Meister der männlichen U12 wurde der TV Unterhaugstett. Bei den Frauen gewann der Ahlhorner SV den Titel und bei den Männern führte an Abonnementsmeister TSV Pfungstadt kein Weg vorbei.

Für Kubschütz spielten bei der männlichen Jugend Felix Lieberwirth, Dominik Fischer, Jonathan Bretschneider, Gregor Hempel, Johann Krische, Jeremy Schuck und Christian Rieschner.

Die Vizemeisterinnen traten mit Katharina Kretschmar, Celina Mattiza, Pauline Pech, Johanna Marquardt, Luise Giricz, Fanny Schleinitz und Miriam Bretschneider an.

 

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