Kubschütz feiert Aufstieg in die 2. Faustball-Bundesliga

31.07.2019

Erstmals in ihrer Geschichte qualifiziert sich eine Kubschützer Mannschaft im Feld für den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga. Nachdem sie bereits in der Halle dreimal eine Spielzeit in der zweithöchsten Liga verbrachten, konnten sie nun am vergangenen Wochenende den Aufstieg unter freiem Himmel erkämpfen.

Im thüringischen Zeulenroda spielten jeweils zwei Teams aus den Landesturnverbänden Sachsen, Bayern, Württemberg und Thüringen um die beiden zur Verfügung stehenden Aufstiegsplätze. Aus Sachsen war neben der Mannschaft aus Kubschütz, die sich als drittplatzierter der Oberligasaison für die Aufstiegsspiele qualifizierte, der Sachsenmeister vom Langebrücker BSV ins Thüringer Vogtland gereist. Aufgrund der Ferienzeit ergaben sich gegenüber der laufenden Saison einige Änderungen im Kader. Neben dem Langzeitverletzten Philipp Dietz, der bereits die gesamte Saison fehlte, konnten auch Bruno Friedrich, Steffen Bretschneider und Sandro Schulze nicht mit ins thüringische Vogtland fahren.  Im Angriff rückte der erfahrene Ronald Hoffmann ins Team. Kurzfristig musste auch Tom Bläsche ersetzt werden, der sich im Abschlusstraining schwer am Knie verletzte. Für Ihn rückte Abteilungsleiter Marko Pech ins Team und auch Betreuer Joachim Pietschmann wurde noch kurzfristig zum Spieler umgemeldet.

 

Zwei Siege in der Vorrunde

In der Vorrunde ging es am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad zunächst gegen die SG Kurtschau. Hier zeigte sich das Team um Spielführer Tobias Leidig zunächst überrascht vom stark aufspielenden Thüringer Vizemeister. Die beiden ersten Sätze gestalteten sich ausgeglichen 11:9 und 9:11, bevor Kubschütz die Kontrolle über Spiel und Gegner an sich bringen konnte. Mit 11:6 und 11:9 wurden die folgenden Sätze und somit das Spiel 3:1 gewonnen.

Nach der Pflichtaufgabe wartete mit dem TSV Dennach der Württembergische Landesmeister aus dem wohl stärksten deutschen Landesverband auf die Kubschützer. Nachdem sich auch in diesem Spiel die beiden ersten Sätze ausgeglichen gestalteten (11:7 und 8:11), spielten sich die fünf Grün-Weißen Kubschützer in einen Rausch. Unterstützt von zahlreichen Fehlern der Schwaben wurde Satz drei mit 11:6 und Satz 4 mit 11:5 gewonnen.

Damit war bereits klar, dass die Qualifikation für das entscheidende Halbfinale geschafft war. Gegen den TV Eibach ging es am Sonntag nur mehr darum, ob man gegen den Ersten oder den Zweiten der anderen Vorrundengruppe antreten wird. Da Defensivspezialist Marko Pech nur am Samstag zur Verfügung stand, rückte der erst 15-jährige Anton Baumann für den Routinier in die Kubschützer Abwehrreihe. Von Anfang an war in diesem Spiel den Kubschützern eine enorme Nervosität anzumerken. Bestimmt wurde es von einer starken Defensive der Eibacher und von zahlreichen Abstimmungsfehlern auf Kubschützer Seite. Mit 0:3 ging das Spiel an die Mittelfranken.

 

Mit einem 5-Satz-Krimi Zum Aufstieg

Im entscheidende Überkreuzspiel wartete nun der TV Trichtingen, der in seiner Vorrundengruppe mit nur einem Satzverlust Erster wurde. Dem Trainerteam Andrea und Alexander Leidig gelang es, das Team nach der Niederlage aufzubauen und auf den neuen Gegner einzustellen. In einem zunächst sehr ausgeglichenen Spiel teilten sich die Kontrahenten die ersten beiden Sätze (13:15, 13:11). Im dritten Satz gab es einen Bruch im Spiel. Dem württembergischen Vizemeister gelang fast jede Aktion, wogegen den Sachsen die nötige Durchschlagskraft fehlte. 11:4 lautete das deutliche Ergebnis am Ende.
Die entscheidende Phase in diesem Spiel brach nun in Satz 4 an. Der ehemalige U18 Nationalspieler Kai Mörbe übernahm sowohl Angabe als auch Rückschlag und konnte den nötigen Druck auf die Trichtinger Defensive aufbauen. Die junge Kubschützer Abwehrreihe mit Julian Creuz, Tobias Leidig und Anton Baumann - mit einem Altersschnitt von 17 Jahren - hatte sich nun gut auf die gegnerischen Aktionen eingestellt. Folgerichtig konnte Kubschütz sich einen souveränen 8:2 Vorsprung erspielen. Nun konnten jedoch die Schwaben wieder in ihr Spiel finden und sich herankämpfen. Mit jedem abgegebenen Punkt wuchs auch bei Kubschütz die Nervosität. Beim 9:9 war der erspielte Vorsprung dahin. Mitten in den Spielfluss der Gegner konnte Kai Mörbe jedoch mit einer Starken Angabe punkten. Mit dem folgenden Punkt ging der Satz 11:9 an Kubschütz und so musste der 5. Satz entscheiden.
Die erfolglose Aufholjagd im vierten Satz hatte den Trichtinger Spielern moralisch hart zugesetzt. Angetrieben vom Trainerteam gelang nun fast jede Kubschützer Aktion, sodass bei 10:5 die Qualifikation für die 2. Bundesliga fast geschafft war. Die kraftlosen Schwaben hatten nun die Gegenwehr aufgegeben. Mit einem gegnerischen Angabenfehler wurde das Spiel beendet und unter großem Jubel der Aufstieg gefeiert.

Den zweiten Aufstiegsplatz sicherte sich im mittelfränkischen Nachbarschaftsduell die Mannschaft vom ASV Veitsbronn, die ihr Spiel gegen Eibach mi 3:1 gewinnen konnten.

Bevor es für die Kubschützer Männer im Mai 2020 in der 2. Bundesliga losgeht, steht ab November die Hallensaison in der Oberliga Sachsen an, wo wieder eine Topplatzierung und wenn möglich ebenfalls der Aufstieg angepeilt wird.

Für Kubschütz spielten: Tobias Leidig, Kai Mörbe, Julian Creuz, Anton Baumann, Ronald Hoffmann, Marko Pech, Joachim Pietschmann

 

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